Mittwoch, 26. Juli 2017

Via Amateurfunk in der Betriebsart Pactor 4

Diese Nachricht erreichte Euch via Amateurfunk in der Betriebsart Pactor 4:
Heute komme ich über Punto Entel nicht mehr ins Internet. Vielleicht liegt es an der Kälte, die zurückgekehrt ist. Wenn ich schon klage, muss es beim P. Claus auf 4300 m unerträglich sein. Heute sind 3 meiner Arbeiter mit dem Motorrad nach Casa Grande gefahren, sie schneiden das Eisen für die Säulen. Huguito bleibt im Pfarrhaus Esmoraca er kocht und erledigt sonstige Arbeiten. Mit dem erneuten Kälteeinbruch hat die Schule wieder begonnen. Ich bewundere Kinder und Jugendliche, die mit T-Shirt und einem Pullöverchen in dieser Kälte herumlaufen. Die Klassenzimmer sind natürlich nicht geheizt. Ich habe vierfache Skiunterwasche an. Ja, dann hoffe ich, dass es bei Euch nicht zu warm ist.
„saludos“ Dietmar.

Ein langer Arbeitstag

Doppelprozession
Doppelprozession
Früh ging es also ein Flusstal in Richtung Zapatera rauf wo mein Musiker, Lungo, weil er so groß ist, einen Puma gesichtet hatte. Also rannten wir alle eine kleine Schlucht rauf leider ohne Erfolg. Ich hatte das Tierchen nicht gesehen, da ich meine verlegte Brille noch nicht gefunden habe. In Zapatera wurden wir dann von vielen Leuten erwartet und der Padre schüttelte zunächst Hände. Ein Späßchen hier, ein Schwätzchen dort. Wenn ich einmal im Jahr dort zu Ehren des Hl. Jakobus auftauche, erwarten die guten Leute ja einen freundlichen Gottesmann, dann wurden 2 Taufen notiert, drauf hin 8 Erstkommunionen und 9 Firmungen. Es folgte eine kurze Vorbereitung, dann mussten die Erstkommunionen und Firmungen noch beichten ja, und um 13:00 Uhr, eigentlich Mittagessenszeit, begann dann der „Mammutgottesdienst“. Ich hatte zuvor noch ein Gläschen Coca Cola getrunken. 16:00 Uhr waren wir mit allem fertig, dass letzte war eine Doppelprozession und Segnung von Autos. Danach schritt der Padre festen Schrittes mit den Seinen zum Mittagessen. 62 ist ja noch kein Alter auf dem Tisch stand neben Erfrischungsgetränken auch ein Fläschchen Wein.
Huguito durfte schließlich das Auto nach Esmoraca steuern, der Padre saß auf dem Beifahrersitz und döste etwas mit geschlossenen Augen vor sich hin.

Montag, 17. Juli 2017

NUESTRA SEÑORA DEL CARMEN

Strassenblockade auf dem Weg nach Casa Grande
Strassenblockade auf dem Weg nach Casa Grande
mit der Teatime begann dann die Arbeit in Casa Grande
mit der Teatime begann dann die Arbeit in Casa Grande
Miguel mein Kirchenmusiker
Miguel mein Kirchenmusiker
hier soll mal die neue Kapelle in Casa Grande stehen
hier soll mal die neue Kapelle in Casa Grande stehen
mein Weihrauchfass
mein Weihrauchfass
Taufe der letzten Minute
Taufe der letzten Minute
Mittagessen meiner Kirchenarbeiter
Mittagessen meiner Kirchenarbeiter
Nach dem Gottesdienst gab es dann ein bescheidenes Mittagessen, bei dem auch einige Gauchos anwesend waren, darunter eine Facebook-Freundin.
Nach dem Gottesdienst gab es dann ein bescheidenes Mittagessen, bei dem auch einige Gauchos anwesend waren, darunter eine Facebook-Freundin.
16.07.2017
Nach kalter Nacht in Casa Grande tauchte ich um 8:00 Uhr morgens bei meinen Jungs auf, die nach dem Abendgottesdienst noch ein Feuerchen vor ihrer Absteige angefacht und dazu etwas gebechert hatten. Zu allem Unglück war in der Nacht auch noch der "Opa Santos" verstorben, so dass viele zum "velorio" ins nahe Flórida gefahren waren. Entsprechend musste ich die Sonntagsmesse am Festtag "Nuestra Señora del Carmen" dann mit "pastoraler Klugheit" beginnen. Die leicht Angetrunkenen konnte ich "stillstellen", so dass die Feier gut verlief. Es waren noch viel Gläubige aus dem nahen Cienaga in Argentinien gekommen, die waren nüchtern eine Situation, die ein Pfarrer in DL eben nicht zu bewältigen hat. Es gab es auch noch ein Täufchen in der letzten Minute. Beim Friedensgruß küsste mir der Festausrichter, der auch "Sklave der Muttergottes" genannt wurde, immerhin noch die Hand also, es war schon etwas "stärkerer Tobak", der Euch aber hoffentlich nicht in eine Glaubenskrise stürzt.
Nach dem Gottesdienst gab es dann ein bescheidenes Mittagessen, bei dem auch einige Gauchos anwesend waren, darunter eine Facebook-Freundin. Anschließend bin ich nach Esmoraca zurück gefahren, wo wir ohne Strom sind Gott sei Dank funktioniert der gestern reparierte Lichtmotor noch.
Ein erlebnisreicher Tag im Dienst der HEILIGEN MISSION